Warum man zur re:publica muss
Veröffentlicht: Mai 7, 2012 Einsortiert unter: So! | Tags: berlin, Bier, Bratwurstbrötchen, Liebe, republica, silvestah 4 Kommentare »Natürlich habe ich auch in diesem Jahr wieder sämtliche Vorträge, Podiumsdiskussionen und Produktdemonstrationen aller Sessions aller Stages der re:publica verfolgt. Selbst wenn diese parallel liefen.
Und dennoch! Und dennoch habe ich Zeit finden können, abknapsen möchte ich sagen, den ein oder anderen halben Tag einfach im Hof der Station, also des Veranstaltungsgeländes, zu sitzen, Leute zu gucken und entscheidend: mit Leuten, denen ich folge – im Fachjargon, Sie werden es wissen: Timeliner – und jetzt sollten Sie den Satz vielleicht wie ich noch einmal von vorne lesen, denn er nimmt üble Schachtelwege, die es im Auge zu behalten gilt, kennenzulernen und mit Ihnen zu trinken, was streng genommen, dasselbe ist. Und das ist wunderbar! Auch Umarmungen gab es mit vielen schönen Frauen und mit @Silvestah. Mehrfach. Also mit @Silvestah, was gar nicht so einfach ist und man muss lange Arme haben oder Chuck Norris sein, was aber wohl niemand ernstlich will.
Ich möchte aber bewusst darauf verzichten, zu sehr ins Detail zu gehen, da ich das meiste aufgrund des Alkohols vergessen habe und der @trotzendorff eigentlich schon genau denselben Text geschrieben hat, aber – und das ist der eigentliche Sinn dieses Textes – Sie müssen nächstes Jahr alle kommen. Und selbst wenn Sie kein Geld für den Kongress ausgeben können oder wollen: Kommen Sie trotzdem, denn der Zugang zum Hof der Station ist frei. Und da kann man essen und trinken und sitzen und Twitterer treffen. Den ganzen Tag und die halbe Nacht. Auch und vor allem mich. Also, wenn ich Sie treffen will. Sie Arsch.
Heller die Fackeln nie leuchten
Veröffentlicht: Dezember 20, 2011 Einsortiert unter: +1 | Tags: Ach komm, Büro, Deine Mutter 5 Kommentare »Jeder hat ja so einen jung gebliebenen Mitvierziger im Büro. Gitarrespieler, ehemaliger Bandleader sogar – nichts Bekanntes, aber sie hätten was werden können, Motorradnarr, Weinvirtuose, Kochkumpel, Augenzwinkerer, Cordjackenträger, totaler Technikfreak, Grillmeister, Aufguss-Wedler, Faustdick-hinter-den-Ohren-Haber. Und man fragt sich – und ich frage mich das wirklich, also streng und rein wissenschaftlich, wer um alles in der Welt hat diesen armen, aber hell leuchtenden Fackeln signalisiert, sie seien Gottes Geschenk, nicht nur an die Frauen, sondern auch an die gesamte Kollegenschaft. Wer ermutigte sie, stets einen kessen Spruch, ein letztes Wort im Munde zu führen, ein Grinsen, ein Schnalzen und Schnatzen, einen Pfiff oder noch schlimmer: zwei? Wer ermutigte sie, jeden in der Umkleidekabine aufgeschnappten Spruch auch ein 40. mal noch in die irgendwie dazu passende Situation oder ins Telefon zu plärren. Wer?
Ich hatte Sie auf dem Display
Veröffentlicht: August 25, 2011 Einsortiert unter: +1 | Tags: Büro, Telefon, Transzendentalpragmatismus 2 Kommentare »„Blochmann.“
„Becker, guten Tag, Sie hatten mich angerufen.“
„Nein.“
„Doch.“
„Nein.“
„Ich habe aber ihre Nummer auf meinem Display.“
„Ich habe Sie aber nicht angerufen.“
„Vielleicht jemand anders bei Ihnen im Haus?“
„Das kann natürlich sein.“
„Naja, sonst wäre wohl kaum Ihre Nummer auf meinem Display.“
„Um was geht es denn?“
„Das weiß ich doch nicht. Sie haben ja bei mir angerufen.“
„Von wo rufen Sie noch mal an?“
„Firma Schmidt, Blochmann.“
„Sagt mir nix. Was machen Sie denn?“
„Drucken.“
„Naja, kann schon sein, dass das einer von uns war.“
„Was machen Sie denn?“
„Alles. Das ganze Programm: online und offline.
„Können Sie mal rumfragen?“
„Wie?“
„Ob jemand von Ihnen bei uns angerufen hat.“
„Ja, aber erst nach der Mittagspause.“
„Rufen Sie dann eben durch.“
„Mach ich. Ihre Nummer habe ich ja im Display.“
„Vielleicht geht auch ein Kollege ran. Bin in ein paar Meetings nachher.“
„Egal. Ich frage mich dann durch. Irgendwer wird mir schon weiterhelfen können.“
„Vielen Dank. Tschüss“
„Auf Wiederhören.“
Abrechnung mit den Melonendrehern
Veröffentlicht: August 6, 2011 Einsortiert unter: +1, Gnadenlose Gesellschaftskritik 100 | Tags: Melone, Supermarkt, Transzendentalpragmatismus Schreibe einen Kommentar »Diesen effekthaschenden Melonendrehern und -klopfern zeigt man am besten, wo der Hammer im Supermarkt hängt, wenn man, direkt neben ihnen stehend demonstriert, dass ihre im Urlaub erlernte Technik inzwischen nicht nur Allgemeingut ist, sondern dass man selbst sie – in aller Bescheidenheit – durchaus auch an weitaus komplexeren Gegenständen, wie einer Cornflakespackung, anzuwenden versteht.
Kino
Veröffentlicht: Juli 22, 2011 Einsortiert unter: +1, Gnadenlose Gesellschaftskritik 100 | Tags: Gewalt, Kino, Wein 1 Kommentar »Sie hatten getrunken. Sie gingen ins Kino. Er fühlte sich wohl. Sie nicht. Er kannte den Film. Sie nicht. Als er zum dritten Mal halblaut “Pass auf, gleich kommt das beste.” sagte, glaubte sie ihm nicht und wurde doch eines Besseren belehrt, als er von hinten gepackt, über den Sitz gezerrt, geknebelt, in die Luft gehoben und über alle Reihen hinweg nach hinten durchgereicht wurde, wo er irgendwo verschwand. Am späteren Abend gönnte sie sich ein zweites Glas Chablis.
“So nicht, Nilpferd!”
Veröffentlicht: Mai 24, 2011 Einsortiert unter: Kleinscheiss 200 | Tags: Instagram 3 Kommentare »Dieses großartige Kunstwerk zeitgenössischer Holzfarbenabplatzkunst hatte ich bereits auf Instagram gepostet. Ich fühle mich aber verpflichtet, dieses epochale Werk nun auch – wie der @phrasenpranger sagen würde – einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Reaktionäre Teppichgedanken
Veröffentlicht: Mai 19, 2011 Einsortiert unter: Gnadenlose Gesellschaftskritik 100 1 Kommentar »Manchmal denke ich, es sei angezeigt, dankbar dafür zu sein, dass ich heute und in Europa leben darf. In einer Zeit und an einem Ort, an dem es den meisten Menschen so unvorstellbar gut, gesund, sicher, frei und satt geht, wie zu keiner anderen Zeit und an kaum einem anderen Ort, in der und an dem man als Mensch bisher so leben konnte.
Aber dann kann ich Gott und Internet sei Dank auf Twitter zurückgreifen und feststellen, dass Dankbarkeit nun dann ja doch einmal überhaupt nicht angezeigt ist, da sehr wohl alles scheiße und anprangerungswürdig ist. Und zwar richtig und alles. Alles! Na gut, Tatort, Casting- und Contest-Shows oder Fußball vielleicht nicht. Aber der Rest.
Vor allem die Politiker, die Schweine, die können zwar auch links wie rechts, aber nicht Fußball, sondern garnix, besonders die jeweils aktuelle Regierung, die inkompetente, betrügerische Unterdrückerbande! Und erst die Medien, gerade die Medien! Die alten, konservativen, machthörig und undemokratisch printenden Baumtöter! Am abartigsten und unerträglichsten aber ist, wie wir mit unserer Umw…. Ähm, okay, ein bisschen bis richtig scheiße ist schon Manches. Und das muss man ja auch sagen und zwar laut.
Aber trotzdem, liebe Twitter-Terroristen, liebe 140-Zeichen-Demonstranten: Ein bisschen die Relationen im Auge zu behalten und sich auf diese Dinge zu konzentrieren und anderenfalls auch mal auf dem Teppich zu bleiben und entspannt ein Bier zu trinken, statt bei jedem Staubkorn hysterisch aufzuspringen und ihn schreiend gegen einen Baum zu schlagen – also den Teppich – verleiht dem punktuell geäußerten Unmut gegen tatsächliche Missstände möglicherweise mehr Gehör und schont entschieden die Nerven. Zumindest meine.
“Hello world!” “Hello arme Fackel!”
Veröffentlicht: Februar 12, 2011 Einsortiert unter: Uncategorized Schreibe einen Kommentar »Die Tatsache, dass der defaultetetetete Post bei WordPress “Hello World!” lautet, ist eigentlich Grund genug, sich umgehend wieder abzumelden.


