Heller die Fackeln nie leuchten

Jeder hat ja so einen jung gebliebenen Mitvierziger im Büro. Gitarrespieler, ehemaliger Bandleader sogar – nichts Bekanntes, aber sie hätten was werden können, Motorradnarr, Weinvirtuose, Kochkumpel, Augenzwinkerer, Cordjackenträger, totaler Technikfreak, Grillmeister, Aufguss-Wedler, Faustdick-hinter-den-Ohren-Haber. Und man fragt sich – und ich frage mich das wirklich, also streng und rein wissenschaftlich, wer um alles in der Welt hat diesen armen, aber hell leuchtenden Fackeln signalisiert, sie seien Gottes Geschenk, nicht nur an die Frauen, sondern auch an die gesamte Kollegenschaft. Wer ermutigte sie, stets einen kessen Spruch, ein letztes Wort im Munde zu führen, ein Grinsen, ein Schnalzen und Schnatzen, einen Pfiff oder noch schlimmer: zwei? Wer ermutigte sie, jeden in der Umkleidekabine aufgeschnappten Spruch auch ein 40. mal noch in die irgendwie dazu passende Situation oder ins Telefon zu plärren. Wer?