Das letzte Rätsel

Irgendwann, spätestens so ab 35, hält sich ja jeder Blödmann für fähig, sämtlichen Standardsituationen des gesellschaftlichen Miteinanders souverän zu begegnen. So auch ich. Bis auf eine Ausnahme, die ich hier kurz skizzieren möchte – dankbar, mal wieder ein Thema zu finden, das sich nicht in 140 Zeichen pressen lässt.
Kennen Sie das, wenn der Handwerker (m/w) kommt und er ist nett? Oder besser, nicht der Oberhandwerker selbst, sondern sein junger, dynamischer Hiwi (m/w). Und man spricht mit ihm, während er so rumhandwerkt? Über Schallplatten, Politik, Bier in Frankreich, Julihitze in Madrid, tote Väter oder Internetdingse? Und man unterhält sich wirklich gut, wie mit einem guten Bekannten eben und lacht laut und runzelt zusammen die Stirn und trinkt noch zusammen einen zweiten Kaffee und so und dann ist sein Handwerksding fertig und man sagt danke – und dann: Gibt man ihm 5 Euro oder nicht?