Papa, welche bist du?

Den ganzen Sonntag über die Frage meiner Tochter gegrübelt, welches Filly ich denn sein möchte bzw. bin. Erst hatte ich lange mit der Tagträumerin Gaia geliebäugelt, war dann aber zu dem Schluss gekommen, dass ich mich doch noch etwas lieber in der wagemutigen Prinzessin Sparkle verkörpert und repräsentiert sähe. Eben dann das dicke Ende: Jetzt will nämlich plötzlich sie Prinzessin Sparkle sein. So hatte ich mir das Wochenende aber echt nicht vorgestellt.


Man hat mich ausgeschlossen.

Das hat doch nichts mehr mit Demokratie zu tun, wenn man aus dem Brautspiel-Organisationsteam ausgeschlossen wird, nur weil man vehement für seine Ideen eintritt. Dass die zukünftige Braut auf Knien rutschend mit verbundenen Augen ihren Mann am Geschmack seines Penis´(Penises? Penisses? Penum? Peneä?) erkennen muss, wäre doch eine Riesengaudi geworden. Ich jedenfalls, ich hätte in erster Reihe gestanden. Jetzt kommt bestimmt wieder Sockentheater. Mann ey.

PS: Der Beitrag trägt eigentlich den Titel „Brautspiele sind kein Penislecken“, aber dann hätte man den Text weglassen können. Und den hatte ich schon geschrieben.


Antike

mommsen

Seit ich mich für die Antike interessiere, drehen sich die Gespräche mit meiner Frau endlich nicht mehr nur noch um Kindergartenwahl, Windelkauf und Schnullerfee. Erst gestern, am Abendbrottisch hat sie gesagt, ich soll ihr nicht mit meinen scheiß Römern auf die Eierstöcke gehen. Die Antike bereichert unsere Partnerschaft irgendwie doch sehr. Danke Theo!

 


Fußgedanken

46zentimeter

Ohne, dass ich je tagelang darüber nachgedacht hätte, war ich immer halbbewusst der Ansicht, dass eine um 1 größere Schuhgröße auch einem Zentimeter mehr Fußlänge entspricht. Da ich nun heute unter der Dusche die Betrachtung dieses gesamtgesellschaftlich nicht unerheblichen Problems – obwohl das phänomenale Korrelat mir doch quasi zu Füßen lag – gedanklich fortgeführt habe, frage ich mich im Ergebnis nun, ob meine Füße wirklich 47 Zentimeter lang sind.


Heimweg

Gestern Abend war ich mit meiner Mutter im Kino. Geburtstagsgutschein einlösen. (Ihren.) Dann essen und paar Bier. Nett. Also wirklich. Nicht diese Kleine-Schwester-von-irgendwas-Abteilung. Nach einem der Biere berichtete sie mir, wie mein verstorbener Vater IMMER wenn sie zusammen aus waren auf dem Heimweg in das Gebüsch des 250 Meter von der Wohnung entfernten katholischen Kindergartens pinkeln musste. Ohne wenn und aber. Habe mich meiner Mutter gestern ziemlich nahe gefühlt. Meinem Vater sehr.